Verarbeitungsmaterial für Dachdecker: Lange Lieferzeiten, drastische Preissteigerungen Inhalt des zvdh-kompakt-Rundschreibens 34/2006 vom 28.10.2006. Viele Eigenheimbesitzer realisieren: Der Winter steht vor der Tür, genau so, wie die Mehrwertsteuererhöhung. Wer jetzt sein Dach fachgerecht neu decken lässt oder repariert, der kann eine Menge Geld sparen. Hinzu kommt, dass seit diesem Jahr Handwerkerleistungen mit einem Steuerbonus versehen sind. Das hat zu einem unerwarteten Auftragsboom im Dachdeckerhandwerk geführt. In der Folge wird für das Dachdeckerhandwerk mittlerweile das Verarbeitungsmaterial knapp: Die Betriebe leiden unter Lieferengpässen und teilweise drastischen Preiserhöhungen. Die Ursachen liegen zum Teil darin, dass aufgrund des seit fast einem Jahrzehnt rückläufigen Bauvolumens die Industrie in den letzten Jahren Produktkapazitäten abgebaut haben. Diese fehlen jetzt. Steigende Nachfrage und fehlendes Angebot führen zwischenzeitlich zu erheblichen Lieferverzögerungen, die sich über mehrere Wochen hinziehen können, teilweise wird bei Anfragen nach dem Liefertermin bereits auf das Frühjahr 2007 verwiesen. Die Verknappung des Verarbeitungsmaterials führt außerdem zu drastischen Preissteigerungen. Auch die Metallpreise sind deutlich gestiegen. Durch die dramatischen Preiserhöhungen der letzten Monate, speziell im Bereich Kupfer und Zink, ziehen andere Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt eklatant an. Nickel, Messing- und Edelstahlpreise verteuern sich von Tag zu Tag. Die asiatischen Märkte sind mittlerweile leergekauft, die europäischen Stahlproduzenten stehen ebenfalls am Rande ihrer Kapazitäten. Aufgrund der drastisch gestiegenen Energiekosten konnte auch bei Ziegeln die Preisstabilität nicht gewährleistet werden. Die Hersteller haben mit Energiekostenzuschlägen reagiert. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Preiserhöhungen treffen im Wesentlichen folgende Produktgruppen: Metalle, Dämmstoffe, Abdichtungsbahnen, Ziegel. Die Preiserhöhungen schwanken zwischen 5 und 110 Prozent. Nach Recherchen des Handels ist quer durch alle Materialgruppen mit weiteren Preiserhöhungen zwischen 4 und 10 Prozent zu rechnen. Dabei ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte ab dem Jahr 2007 noch nicht berücksichtigt. Mittlerweile wird versucht, das fehlende Verarbeitungsmaterial im Ausland einzukaufen. Bei Materialeinkäufen aus dem Ausland besteht jedoch zum einen die Schwierigkeit, die gleiche Qualität zu erhalten, zum anderen muss dieses Material den deutschen bauaufsichtlichen Forderungen entsprechen. Dies gilt insbesondere für Forderungen des Brandschutzes und des Chemikaliengesetzes. |
|
Zurück |
|
© 2006 Hahn Dach- und Solartechnik GmbH Kontakt / Impressum | Sitemap |