Eine positive Bilanz zog Hahn auch bei den Meistervorbereitungskursen, die das Berliner Bildungszentrum seit drei Jahren in Vollzeit anbietet. "Wir haben unsere Kurse auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten. Die Prüfung für den jeweiligen Prüfungsteil findet unmittelbar nach Abschluss des Unterrichtsabschnitts statt" so Hahn. Diese Optimierung habe sich bei den Prüfungsergebnissen niedergeschlagen: So hätten beim Prüfungsjahrgang 2004 90% der Teilnehmer ihre Meisterprüfung bestanden. Die Meisterkurse, die in Berlin jeweils von Oktober bis Mai angeboten werden, wiesen auch stabile Teilnehmerzahlen auf. "Trotz der aktuellen Diskussion um die Handwerksordnung ist der laufende Kurs wieder voll ausgelastet" stellte Hahn fest. "Wir sind die einzige Meisterschule in Deutschland, die ihren Sitz in einer Großstadt - und dann noch in der Hauptstadt - hat. Damit bieten wir jungen Dachdeckern die einmalige Möglichkeit, die berufliche Weiterbildung mit dem Kennenlernen des Berliner Großstadtlebens zu verbinden" sagte Hahn.
Intensiv geworben hat die Landesinnung bei ihren Mitgliedsbetrieben auch in Bezug auf die Ausbildung. Mit Erfolg: Mit 78 Lehrlingen im ersten Lehrjahr wurde die Zahl des Vorjahres um 25% übertroffen. Hahn: "Wir haben deutlich gemacht, dass wir auch in diesen schweren Zeiten an die Zukunft unseres Berufsstandes glauben müssen. Dazu gehört fundamental die Ausbildung. Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass in spätestens zwei Jahren die Schulabgängerzahlen drastisch zurückgehen werden und wir wieder um jeden Lehrling kämpfen müssen".
Um die Weichen für die Zukunft in die richtige Richtung zu stellen, wurde auch im Berliner Bildungszentrum weiter investiert. So wurde in 2004 eine kombinierte Solarthermie- und Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert, die mit einer Leistung von über 7.000 Wp die größte derartige Anlage einer deutschen Dachdeckerschule ist. Gefördert wurde diese gewaltige Investition mit Mitteln der Europäischen Union. Die Anlage ist voll begehbar und wird zu Schulungszwecken eingesetzt. "Nicht zuletzt deshalb sind wir, in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum St. Andreasberg, ein gefördertes Kompetenzzentrum auf den Gebieten der Solartechnik und Dachbegrünung" so Hahn.
Auch für das nächste Jahr hat der neue Berliner Vorstand mit den Herren Jörg-Dieter Mann, Thomas Wunderlich, Andreas Friedel und Andreas Hahn sich wieder einiges vorgenommen. So soll es im nächsten Jahr erstmals am 23. September einen Landesverbandstag geben. Ein Zeichen setzen wollen die Berliner Dachdecker auch mit ihrer Dachdecker-Party, die am 11. März 2005 bei der legendären Show Pomp Duck and Circumstance geplant ist.
Im Kartenvorverkauf konnten schon über 500 Karten abgesetzt werden. Zu Gast wird auch der Hauptvorstand des ZVDH sein, der zeitgleich in Berlin seine Tagung abhält. |