Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin
Berliner Jahrespressekonferenz 2004
Inhalt der Pressemitteilung vom 02. Dezember 2004

Presseinformation

Berliner Jahrespressekonferenz: Hahn für die Zukunft optimistisch

Bei einer Pressekonferenz zum Jahresende zog der Berliner Landesinnungsmeister Andreas Hahn eine insgesamt positive Bilanz der Landesinnung für 2004.

Insgesamt, so Hahn, sei das Jahr für die Berliner Bauwirtschaft erneut schwierig gewesen, bei weiter zurückgehenden Umsatz- und Beschäftigtenzahlen. Wenngleich dies hauptsächlich auf das Bauhauptgewerbe zugetroffen habe, so sei auch dass Dachdeckerhandwerk, nicht ganz verschont geblieben. "Wir haben aber von Anfang an eine Strategie gegen diesen absehbaren Trend gesteuert" so Hahn. So sei die Zahl der Mitgliedsbetriebe durch verstärkte Maßnahmen der Mitgliederwerbung trotz zahlreicher Insolvenzen auf 173, einschließlich der Gastmitglieder sogar auf 214 gesteigert worden. Hahn strich heraus, dass die  Berliner Dachdecker von allen Innungen des Bau- und Ausbaugewerbes in Berlin damit den weitaus höchsten Organisationsgrad aufweisen können.

"Neue Mitglieder gewinnt man nur durch Überzeugungsarbeit" so Hahn. Dazu gehört ein umfassendes und schnelles Informationsmanagement. So wurden in 2004 die Rundschreiben und Mitteilungen der Landesinnung auf elektronische Post umgestellt. Die Betriebe werden entweder per eMail oder per Fax informiert. Der klassische Postweg wird nur noch bei der Aussendung von Broschüren genutzt. Auch die kostenlose Rechtsberatung durch den Innungsgeschäftsführer Thaler werde von den Betrieben intensiver denn je genutzt. Weiter wies Hahn darauf hin, dass die Landesinnung insgesamt nicht weniger als 23 Rahmenabkommen zum kostengünstigen Bezug von Leistungen aller Art für die Mitgliedsbetriebe abgeschlossen hat. "Wir liegen damit bundesweit an der Spitze" stellte Hahn fest. Die Rahmenabkommen umfassen im Wesentlichen den Bezug von Kraftfahrzeugen aller Art und Marken, Telekommunikationstarife, Strombezug, Versicherungen aller Art sowie den Bürgschaftsservice. Hier habe sich auch die Zusammenarbeit reit den anderen Berliner Innungen bewährt. "Im Gesamtpaket bieten wir damit den Mitgliedsbetrieben glasklare finanzielle Vorteile, die bei entsprechender Nutzung den zu zahlenden Innungsbeitrag weit übersteigen" resümierte Hahn. Hinzu komme noch das umfangreiche Beratungs- und Informationsangebote. "Als Dachdecker-unternehmer bin ich heute nicht in der Lage, sämtliche für mich relevanten Informationen zu erfassen, zu filtern und zu analysieren. Hier brauche ich eine entsprechende Dienstleistung. Die bekomme ich von der Berufsorganisation" stellte Hahn weiter fest.


Eine positive Bilanz zog Hahn auch bei den Meistervorbereitungskursen, die das  Berliner Bildungszentrum seit drei Jahren in Vollzeit anbietet. "Wir haben unsere Kurse auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten. Die Prüfung für den jeweiligen Prüfungsteil findet unmittelbar nach Abschluss des Unterrichtsabschnitts statt" so Hahn. Diese Optimierung habe sich bei den Prüfungsergebnissen niedergeschlagen: So hätten beim Prüfungsjahrgang 2004 90% der Teilnehmer ihre Meisterprüfung bestanden. Die Meisterkurse, die in Berlin jeweils von Oktober bis Mai angeboten werden, wiesen auch stabile Teilnehmerzahlen auf. "Trotz der aktuellen Diskussion um die Handwerksordnung ist der laufende Kurs wieder voll ausgelastet" stellte Hahn fest. "Wir sind die einzige Meisterschule in Deutschland, die ihren Sitz in einer Großstadt - und dann noch in der Hauptstadt - hat. Damit bieten wir jungen Dachdeckern die einmalige Möglichkeit, die berufliche Weiterbildung mit dem Kennenlernen des Berliner Großstadtlebens zu verbinden" sagte Hahn.

Intensiv geworben hat die Landesinnung bei ihren Mitgliedsbetrieben auch in Bezug auf die Ausbildung. Mit Erfolg: Mit 78 Lehrlingen im ersten Lehrjahr wurde die Zahl des Vorjahres um 25% übertroffen. Hahn: "Wir haben deutlich gemacht, dass wir auch in diesen schweren Zeiten an die Zukunft unseres Berufsstandes glauben müssen. Dazu gehört fundamental die Ausbildung. Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass in spätestens zwei Jahren die Schulabgängerzahlen drastisch zurückgehen werden und wir wieder um jeden Lehrling kämpfen müssen".

Um die Weichen für die Zukunft in die richtige Richtung zu stellen, wurde auch im Berliner Bildungszentrum weiter investiert. So wurde in 2004 eine kombinierte Solarthermie- und Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert, die mit einer Leistung von über 7.000 Wp die größte derartige Anlage einer deutschen Dachdeckerschule ist. Gefördert wurde diese gewaltige Investition mit Mitteln der Europäischen Union. Die Anlage ist voll begehbar und wird zu Schulungszwecken eingesetzt. "Nicht zuletzt deshalb sind wir, in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum St. Andreasberg, ein gefördertes Kompetenzzentrum auf den Gebieten der Solartechnik und Dachbegrünung" so Hahn.

Auch für das nächste Jahr hat der  neue Berliner Vorstand mit den Herren Jörg-Dieter Mann, Thomas Wunderlich, Andreas Friedel und Andreas Hahn sich wieder einiges vorgenommen. So soll es im nächsten Jahr erstmals am 23. September einen Landesverbandstag geben. Ein Zeichen setzen wollen die Berliner Dachdecker auch mit ihrer Dachdecker-Party, die am 11. März 2005 bei der legendären Show Pomp Duck and Circumstance geplant ist.

Im Kartenvorverkauf konnten schon über 500 Karten abgesetzt werden. Zu Gast wird auch der Hauptvorstand des ZVDH sein, der zeitgleich in Berlin seine Tagung abhält.


Auch viele Geschäftsführer der deutschen Bedachungsindustrie haben ihr Kommen zu dieser Veranstaltung zugesagt. "Wir können dieses große Event nur mit Unterstützung unserer Industrie- und Handelspartner finanzieren. Hier ist in weniger als zwei Jahren eine super Zusammenarbeit gewachsen" stellte Hahn abschließend fest.

Weiter kündigte Herr Hahn für 2005 eine Qualitätsoffensive an. "Gerade vor dem Hintergrund der Lockerung der Handwerksordnung wird es künftig noch wichtiger sein, dass Innungsbetriebe absolute Qualitätsarbeit abliefern. Nur so könnten wir uns vom Wettbewerb absetzen. Die Preisspirale kann nicht weiter nach unten gedreht werden" betonte Hahn. Im Berliner Bildungszentrum werden derzeit entsprechend hochwertige Qualifizierungsbausteine ausgearbeitet. "Ich habe in meiner Antrittsrede gesagt, wir wollen neue Wege gehen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg" sagte Hahn abschließend.

Berlin, 2. Dezember 2004


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