Hahn Dach- und Solartechnik berlin: Aktuelles und News


Presseinformation zum 2. Landesverbandstag der Berliner Dachdecker
Otto Kenzler blickt optimistisch in die Zukunft

Über einen vollbesetzten Saal freuen konnte sich Landesinnungsmeister Andreas Hahn anlässlich des 2. Landesverbandstages der Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin am 28.9.2006 im Swissotel.

Hahn bezeichnete die derzeit wirtschaftliche Lage im Dachdeckerhandwerk als gegenüber den Vorjahren zufriedenstellend. Er habe den Eindruck, dass die Talsohle nach 7 Jahren nunmehr durchschritten sei. Allerdings gebe es derzeit vereinzelte Lieferengpässe bei der Zulieferindustrie.

Über den Tarifabschluss 2006 sowie das neue Saison-Kurzarbeitergeld informierte der Direktor der Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks in Wiesbaden, Manfred Schneider. Trotz einer leichten Tariferhöhung bringt die Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes bei den Kassenbeiträgen eine so deutliche Verringerung, dass per Saldo für die Betriebe ab 1.8.2006 eine deutliche Kostenentlastung eintritt.

Als Gastredner lobte Otto Kentzler, Präsident des ZDH, die gute Arbeit der Berliner Landesinnung und ihres neu gewählten Vorstandes. Von dem Motto "Neue Wege gehen" der Berliner Dachdecker habe er schon viel gehört. Für ihn sei offenkundig, das man hier für seine Beitragszahlungen eine hervorragende Gegenleistung erhalte. Beweis dafür sei auch die Tatsache, das die Berliner Dachdecker den höchsten Organisationsgrad unter den Berliner Innungen des Bau- und Ausbaugewerbes hätten. "Innungen sind der Saugnapf, den wir alle brauchen", so Kentzler.
Kritisch analysierte Kentzler die Entlassungspraxis der Handwerksunternehmen in den vergangenen Jahren, was teilweise zu einer Reduzierung des Mitarbeiterstammes um mehr als 60% geführt habe. Dies habe nunmehr zu der Situation geführt, das viele Betriebe der Nachfrage nach ihren Leistungen nicht mehr gerecht werden könnten. Dabei sei das Ausweichen auf Subunternehmer nicht der richtige Weg. Bei aller Kostenentlastung habe der Personalabbau auch seine Schattenseiten. Kentzler zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die gute Konjunktur auch im nächsten Jahr anhält und es den Betrieben gelingt, ihren Personalbestand mittelfristig wieder an den aktuellen Bedarf anzugleichen.
Vehemennt forderte Kentzler eine Rückzahlung der Überschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit an die Betriebe. "Ebenso gehören die Vorfälligkeitsregeln für die Sozialversicherungsbeiträge in den Papierkorb", so Kentzler.

Einen neuen Weg geht die Landesinnung auch bei der Qualitätssicherung. Stellv. Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann berichtete zunächst über die Aktivität der Gütegemeinschaft "Bauen mit Innungsqualität", der sich die Fachgemeinschaft Bau vor wenigen Jahren angeschlossen habe. Dieses Konzept habe auch die Dachdecker überzeugt. Unter diesem Gütesiegel bietet sich interessierten Dachdeckerunternehmen die Möglichkeit, sich gegenüber dem Bauherrn durch nachgewiesene und kontrollierte Qualität von der Konkurrenz abzugrenzen. Bauen mit IQ soll allen Innungsmitgliedern offen stehen, die ihren Betrieb gut organisiert haben und bereit sind, weiterhin konsequent an einer Verbesserung ihrer Betriebsabläufe zu arbeiten und dies jährlich nachweisen. Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung die Einführung des Gütesiegels zum 1.1.2007.

Unter der Überschrift "Ethik im Dachdeckerhandwerk" machte Reinhard Neukam, Geschäftsführender Vorstand der Dachdecker-Einkauf Ost eG, Vorschläge zur Verbesserung der Mitarbeiterführung. Es gehe darum, so Neukam, Menschen mit ihren Aufgaben im Betrieb wachsen zu lassen und ihnen Freiräume zur Entwicklung zu geben. Davon profitiere am Ende immer der Betrieb.

Nachdem Christian Fischer, Vertriebsleiter der Eternit AG, als Sprecher des Messebeirats eine Hausmesse für Dach + Fassade am 15.2.2007 auf dem Innungsgelände angekündigt hatte, folgte nach einer Kaffepause Direktor Werner Mocke von der Messe Berlin. Er lobte den nachhaltigen Einsatz der Berliner Dachdecker für den Erhalt der bautec und erläuterte die Strategie der Messe Berlin für die bautec im Jahr 2008.

Michael Marien, Vertriebsleiter bei ROTO Frank AG, sowie Volker Spiering, Vertriebsleiter bei der VELUX Deutschland GmbH, erhielten für ihre Unterstützung der Berufsausbildung des Berliner Dachdeckerhandwerks jeweils die Goldene Ehrennadel der Landesinnung.

Innungsgeschäftsführer Ruediger Thaler ging auf Veränderungen und Umstrukturierungen innerhalb der Geschäftsstelle und Bildungszentrum ein, was zur Folge hatte, dass die Beiträge trotz rückläufiger Lohnsummen stabil gehalten werden konnten. Für die Wintermonate berichtete er von einer verstärkten Nachfrage des Baustoffhandels nach Praxiskursen im Dachdeckerhandwerk am Bildungszentrum der Berliner Landesinnung.

Nachdem Schatzmeister Thomas Wunderlich die Haushaltspläne 2007 erläutert hatte, berichtete der stellv. Landesinnungsmeisters Jörg-Dieter Mann über den aktuellen Stand der Mitgliederwerbung. Er hob besonders hervor, dass trotz einer hohen Anzahl von Insolvenzen der Mitgliederbestand um 9% erhöht werden konnte. Er führt dies insbesondere auf die verstärkten Werbeaktivitäten der Geschäftsstelle und Ehrenamtsträger, wie Erhard Triestram und Eberhard Schneider, zurück.

Lehrlingswart Andreas Friedel konnte ebenfalls mit guten Zahlen aufwarten: So konnte die Zahl der Lehrlinge im 1. Ausbildungsjahr gegenüber dem Vorjahr um 10% gesteigert werden. Bei der Zahl der Ausbildungsbetriebe konnte sogar eine Steigerung um 16% erzielt werden.

Zum Abschluss der Veranstalltung wurden im festlichen Rahmen den Jung-Meistern 2006 ihre Meisterbriefe übergeben. Ehrenlandesinnungsmeister Reiner Crolow beglückwünschte die jungen Meister zu ihrem Erfolg und betonte, dass es in der heutigen Zeit wichtiger denn je sei, sich mit dem Meisterbrief gegenüber den Nichtmeistern zu qualifizieren.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein kulinarischer Stehempfang auf Einladung der Messe Berlin.



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